пятница, 24 апреля 2015 г.

Є.В. Вініченко м. Кривий Ріг (Германістика)

MENTALE VERBEN ALS BESTANDTEILE VON PHRASEOLOGISMEN DES DEUTSCHEN
Auf der Ebene der semantischen Klassen von deutschen Verben stehen die Kognitionsverben bzw. Verben der mentalen Aktivität (traditionell ‘Verben des Denkens und Urteilens’ genannt). Die mentalen sprachlichen Einheiten als Gegenstandsbereich des vorliegenden Beitrags sind Verben, „die innere, geistige Zustände oder Vorgänge beschreiben, z. B. den Besitz, den Erwerb, den Verlust oder Wiedererwerb bzw. die Reaktivierung einer Kenntnis und die Vermutung gegenüber Sachverhalten", also etwa wissen, kennen, glauben, vergessen [1, 151; 4; 5, 9]. Die Aufdeckung und Aufstellung dieser Klasse von Lexemen und deren thematischen Gruppen werden durch die objektive Wirklichkeit bedingt und sind für das lexikalisch-semantische System jeder Sprache wichtig.
Innerhalb dieser semantischen Klasse lassen sich im Deutschen die Verben des Wissens aussondern, zu denen aufklären, auffassen, sich auskennen, beherrschen, begreifen, belehren, beibringen, erfahren, erfassen, erkennen, kennen, lehren, lernen, merken, studieren, verstehen, wissen u. a. zählen.
Identifizierende Bedeutungen dieser Lexeme fallen meistens mit den entsprechenden Bedeutungen der Verben wissen / kennen zusammen: ‘(spezielle) Kenntnisse im bestimmten Bereich haben’, ‘über praktische Fertigkeiten für die Umsetzung der Kenntnisse verfügen’, ‘sich in etwas auskennen’, ‘über Informationen aus eigener Erfahrung oder aus einer anderen Quelle verfügen, sie behalten und an andere weitergeben’, ‘mit jmdn. / etw. vertraut, bekannt sein’, ‘über jmdn. / etw. Bescheid wissen’, ‚erkennen’.
Das Ziel dieses Beitrags besteht darin, die Phraseologismen aufzudecken, die in ihrer Struktur die oben aufgezählten Verben als Bestandteile enthalten. Es wurden 48 Phraseologismen mit dem Verb wissen, 20 Phraseologismen mit kennen, 17 mit verstehen und einige Phraseologismen mit den Verben begreifen, belehren, erfahren, erkennen, lernen, merken festgestellt. In den meisten Phraseologismen behalten die Verben des Wissens ihre identifizierenden Bedeutungen. Die Bedeutung ‚gründliche Kenntnisse’ drücken z. B. folgende Phraseologismen aus: gelernt ist gelernt, etw. in- und auswendig kennen, seine Pappenheimer kennen. Die Bedeutung ‚sich in etw. sehr gut auskennen’ geben die Einheiten etw. wie seine Hosentasche/wie seine Westentasche/wie seine eigene Tasche kennen, etw. aus dem Effeff verstehen wieder. Die Phraseologismen seine Sache verstehen, sein Handwerk verstehen, aus dem Effeff können realisieren die Bedeutungen ‘spezielle Kenntnisse im bestimmten Bereich haben’, ‘über praktische Fertigkeiten für die Umsetzung der Kenntnisse verfügen’.
Es wurden auch die Phraseologismen ausgesondert, die negative Bedeutungen ausdrücken: ‚gar keine Kenntnis von etw. haben, sich in etw. nicht auskennen’, ‘geringe Kenntnisse von etw. haben’, ‘nicht verstehen, nicht begreifen können’. Zum Beispiel etw. soviel verstehen wie der Hahn vom Eierlegen/wie die Kuh vom Radfahren/wie die Kuh vom Sonntag/wie die Kuh vom Schachspielen; [immer] nur Bahnhof verstehen; weder gicks noch gacks verstehen; weiß der Geier!; was weiß ich; weiß der Kuckuck! (gar keine Kenntnis von etw. haben, sich in etw. nicht auskennen). Etwas nur vom Hörensagen wissen [kennen]; jmd. merkt [aber] auch alles!; jmdn. eines anderen/eines Besseren belehren (geringe Kenntnisse von etw. haben, nicht genug wissen). Das begreife, wer will; die Welt nicht mehr verstehen; Bahnhof verstehen; keinen Spaß verstehen (nicht verstehen).
Phraseologismen mit den Verben des Wissens können auch andere Bedeutungen realisieren wie Zorn, Wut (sich nicht mehr kennen; weder Maß noch Ziel kennen); Verwirrung (nicht aus und ein wissen; weder aus noch ein wissen); Zweifel, Unbeholfenheit (man kann nie wissen; sich keinen Rat wissen; sich nicht zu raten noch zu helfen wissen); Gleichgültigkeit (da kennt jmd. [gar] nichts; das kenne ich nicht; keine Nerven kennen; von jmdm., etw. nichts [mehr] wissen wollen); Drohung (du sollst [wirst] mich noch kennen lernen!; ihm werde ich’s schon beibringen!).
Die Analyse der ausgewählten sprachlichen Einheiten ergibt, dass die Phraseologismen, deren Bestandteile mentale Verben, d. h. Verben des Wissens sind, einen hohen kommunikativen Wert in der deutschen Gegenwartssprache besitzen, insbesondere Einheiten mit den Verben wissen, kennen, verstehen. Die Verben des Wissens als Bestandteile von Phraseologismen behalten meistens ihre identifizierenden Bedeutungen. Es findet sich aber eine besondere Gruppe der Phraseologismen, die auch andere, sich von den Kernbedeutungen der Verben des Wissens unterscheidende Bedeutungen realisieren
Література
1. Васильeв Л.М. Семантика русского глагола: [учебн. пособие для слушателей фак. повышения квалификации] / Л.М. Васильeв. – М. : Высшая школа, 1981. – 184 с.
2. Duden „Bedeutungswörterbuch“ / hrsg. und bearb. von W. Müller. Unter Mitw. folgender Mitarb. D. Dudenred. : W. Eckey – 2., völlig neu bearb. u. erw. Aufl. – Mannheim; Wien; Zürich : Bibliographisches Institut, 1985. – 797 S.
3. Duden – Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten / Wörterbuch der deutschen Idiomatik / hrsg. und bearb. Von G. Drosdowski und W. Scholze-Stubenrecht. – Mannheim; Leipzig; Wien; Zürich : Dudenverl., 1992. – 864 S.
4. Helbig G. Mentale Konzepte: Verbtypologie 3 / G. Helbig, J. Buscha // Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht (Neubearbeitung). - Berlin [u.a.] : Langenscheidt, 2001. – 656 S.






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