пятница, 24 апреля 2015 г.

И.В. Хаджинова г. Мариуполь (Германістика)

MARTIN LUTHER IN DER GESCHICHTE DER DEUTSCHEN SPRACHE

Die Sprache ist einer der grundlegendsten Bausteine einer Gemeinschaft. Wir müssen uns fragen, wo wir heute wären, wenn es keine einheitliche deutsche Sprache gäbe. Wäre ein modernes Zusammenleben überhaupt möglich und würden Begriffe wie Kultur, Zusammengehörigkeit und Nationalität überhaupt existieren? Ohne eine einheitliche Sprache könne es kein einheitliches Volk geben. Diese Ansicht teilte einer der bedeutendsten Mitbegründer der deutschen Sprache: Martin Luther.
Zu Zeiten Luthers existierte in Deutschland keine verbindliche, einheitliche Sprache. Viele kleine Staaten, Königreiche und Herzogtümer brachten ihre eigenen Sprachvarietäten hervor, die oft so unterschiedlich waren, dass Regionen, die nicht weit entfernt voneinander lagen, die Sprache der Nachbarn kaum verstanden. Es gibt viele Kritiker, die behaupten, auch ohne Luthers Einfluss wäre das deutsche Volk zu einer einheitlichen Sprache gelangt.
Auf diesen sprachlichen „Flickenteppich“ einzuwirken und auch den verschiedenen Bevölkerungsschichten gerecht zu werden, scheint auf den ersten Blick sehr schwierig zu sein, und doch hat Luther seinen Teil zu einer Deutschen Einheitssprache beigetragen. 
 Das Ziel  der vorliegenden Arbeiten ist eine Untersuchung wie groß Luthers Einfluss war, und ob man von Luther als den Schöpfer  heutigen Schriftsprache sprechen kann.
Die Aktualität unserer Forschung wird durch das Interesse vieler Wissenschaftler für die  Deutsche Sprachgeschichte.
Seine Lebensgeschichte kennzeichnet Martin Luter als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte.
  Mit der Übersetzung der Bibel auf der Grundlage der ostmitteldeutschen Kanzleisprache nahm Luther entscheidenden Einfluss auf die Herausbildung des Hochdeutschen als Volkssprache. Seine Übersetzungsprinzipien waren vor allem:
·                        Glätten der Sprache, wobei eine Orientierung an lateinischer Rhetorik erfolgte
·                        Sinngemäße Übersetzung
·                        Verdeutlichen des Sinnes durch Modalwörter
·                        Nähe zum volkstümlichen Sprachgebrauch
Eigentlich war das nichts Neues. Seit mehr als einem Jahrhundert kursierten im Land etwa 15 deutsche Übersetzungen. Diese wurden aber vor allem als Argumentationshilfe für Geistliche gefertigt, lasen sich in ihrer gestelzten Sprache fast unverständlich und beruhten allesamt auf der “Vulgata”, einer 1000 Jahre alten, oft ungenauen lateinischen Bibelübersetzung aus der griechischen Urfassung. Eben diesen Originaltext legte Luther seiner Übersetzung zugrunde. Das ermöglichte es ihm, sich mit aller Sprachgewalt so lebensnah, volkstümlich und bildhaft wie möglich auszudrücken. Er kleidete seine Gedanken in eigenwillige Ausdrücke, schuf poetische Bilder und erfand (manchmal nach tagelangem Grübeln) neue Wortspiele. So übersetzte er im Matthäus-Evangelium proskairos (unstet, vergänglich) mit “wetterwendisch”.Sein Deutsch wirkte stil- und sprachbildend für Jahrhunderte. Martin Luther ersann Ausdrücke wie Feuertaufe, Bluthund, Selbstverleugnung, Machtwort, Schandfleck, Lückenbüßer, Gewissensbisse, Lästermaul und Lockvogel. Metaphern wie “Perlen vor die Säue werfen”, “ein Buch mit sieben Siegeln”, “die Zähne zusammenbeißen”, etwas “ausposaunen”, gehen ebenso auf ihn zurück wie “im Dunkeln tappen”, “ein Herz und eine Seele”, “auf Sand bauen” oder ein “Wolf im Schafspelz” und “der große Unbekannte”[ 3].
Heute ist kaum nachzuvollziehen, wie Luther dieses riesige, mehr als 220 Seiten umfassende Werk binnen nur elf Wochen in solcher Perfektion vollenden konnte.
 Durch seine sinnhafte und dichterische Qualität hat Luther die deutsche Schriftsprache wesentlich geprägt. Als er Anfang März 1522 nach zehn Monaten die Wartburg verließ, führte er das Manuskript bei sich. Nach weiterer Bearbeitung erschien es am 21. September 1522 in Wittenberg mit der für damalige Verhältnisse sehr großen Auflage von 3000 Exemplaren. Diese “Septemberbibel” war so rasch ausverkauft, dass ihr drei Monate später die nächste Auflage folgte. Bald wurde sie auf den Kanzeln zitiert, im Schulunterricht verwendet, als Volksbuch geschätzt [3].
 Martin Luther legte die obersächsische Mundart (die um Meißen herum gesprochen wurde) seiner Sprache zu Grunde und zwar in der Ausbildung, die sie in der sächsischen Kanzlei erhalten hatte. Dadurch gelang es ihm, eine Sprache zu bilden, die durch ihre künstlerische Vollendung, ihren Wohlklang, ihre Kraft und Beweglichkeit die Bewunderung der Zeitgenossen erregte und ihre Nacheiferung hervorrief. Dies bewirkte er vorzüglich durch seine Bibelübersetzung, die der neuhochdeutschen Sprache die allgemeinste Verbreitung sicherte, da die Bibel bald das beliebteste Volksbuch wurde. Das lag nicht allein darin begründet, dass das Volk ein eifriges Verlangen trug, die göttlichen Wahrheiten kennen zu lernen, sondern auch darin, dass Luthers Sprache durchaus volkstümlich war; das Volk erkannte sie als die seinige wieder.
Literatur
1.                   Kämmel O. Deutsche Sprache im Mittelalter [Электронный ресурс] / O. Kämmel. – Режим доступа: http://deutschland-im-mittelalter.de/Kulturgeschichte/Sprache#luther
2.                   Martin Luther – [Электронный ресурс] – Режим доступа: http://m.schuelerlexikon.de/mobile_geschichte/Martin_Luther.htm

3.                   Springer A. Wie Martin Luthers Bibel unsere Sprache prägt [Электронный ресурс] / A. Springer. – Режим доступа: http://www.welt.de/kultur/history/article1590611/Wie-Martin-Luthers-Bibel-unsere-Sprache-praegt.html  

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